Öko & Fair

greenwoodstore will nur konsequent ökologisch nachhaltige Produkte anbieten. Nur wie kann man sicherstellen, dass die Produkte auch so sind wie angegeben? Heutzutage gibt es viele Organisationen, die mit unterschiedlichen Ansätzen und Priorisierungen versuchen eine ökologische Nachhaltigkeit tranparent für Kunden und Hersteller zu machen. Das bedeutet es gibt Kriterien, unabhängige Kontrollstellen und ein Siegel mit entsprechenden Zertifikaten. Wir wollen die Siegel, denen wir eine eine hohe Sicherheit und Seriösität zuschreiben, im Folgenden kurz erklären:

Zertifizierungen, Mitgliedsorganisationen und Rohstoffe:

GOTS

Der Global Organic Textile Standard (GOTS) ist als einer der weltweit führender Standards für die Verarbeitung von Textilien aus biologisch erzeugten Naturfasern anerkannt. Auf hohem Niveau definiert er umwelttechnische Anforderungen entlang der gesamten textilen Produktionskette und gleichzeitig die einzuhaltenden Sozialkriterien. Die Qualitätssicherung erfolgt durch eine unabhängige Zertifizierung der gesamten Textillieferkette.

Ziel des GOTS Standards ist es, Anforderungen zu definieren, die eine nachhaltige Herstellung von Textilien gewährleisten, angefangen von der Gewinnung textiler Rohfasern über die umweltverträgliche und sozial verantwortliche Herstellung bis zur Kennzeichnung der Endprodukte. Letztlich soll dem Endverbraucher bei seiner Kaufentscheidung durch das GOTS Label am Produkt Sicherheit gegeben werden. Textilverarbeiter und -hersteller sollen ihre ökologisch erzeugten Textilprodukte mit einer Zertifizierung anbieten können, die auf allen relevanten Märkten anerkannt wird.

  1. Bio-Zertifizierung der Fasern auf Grundlage anerkannter internationaler oder nationaler Bioanbaustandards (EU Bio-Verordnung (Verordnung EG Nr. 834/2007), USDA NOP oder IFOAM Family of Standards)
  2. Die Zertifizierung von Fasern in der Umstellungsphase von konventioneller auf Bio-Produktion ist möglich, wenn der anwendbare Bioanbaustandard diese Zertifizierung vorsieht
  3. Ein Textilprodukt mit der GOTS-Kennzeichnung "Bio" bzw. "kbA/kbT" muss mindestens 95% kontrolliert biologisch erzeugte Fasern enthalten, ein Produkt mit der Kennzeichnung "hergestellt aus x% kbA/kbT Fasern" mindestens 70%.

Umweltkriterien

  1. In allen Verarbeitungsstufen müssen Produkte aus biologisch erzeugten Fasern von Produkten aus konventionellen Fasern getrennt und klar identifiziert sein.
  2. Alle chemischen Zusätze (z.B. Farbstoffe, Hilfsmittel und Prozesschemikalien) müssen vor dem Einsatz geprüft werden und die Grundanforderungen bezüglich Toxizität und biologischer Abbaubarkeit/Eliminierbarkeit erfüllen.
  3. Verbot problematischer Zusätze, wie z. B. toxische Schwermetalle, Formaldehyd, aromatische Lösungsmittel, genetisch veränderte Organismen (GVO) und deren Enzyme.
  4. Die Verwendung synthetischer Schlichtemittel ist beschränkt; Öle für Strick- und Webmaschinen dürfen keine Schwermetalle enthalten.
  5. Bleichmittel müssen auf Sauerstoff basieren (keine Chlorbleiche)
  6. Azofarbstoffe, die karzinogene Aminverbindungen freisetzen, sind verboten.
  7. Ätzdruckverfahren, die aromatische Lösungsmittelenthalten und Plastisol-Druckverfahren, die Phthalate und PVC verwenden, sind verboten.
  8. Es gelten Beschränkungen für Accessoires (z.B. Ausschluss von PVC, Nickel oder Chrom)
  9. Alle Betriebe müssen über ein eigenes Umweltschutzprogramm mit Zielvorgaben und -verfahren verfügen, um Abfälle und Abwässser zu minimieren.
  10. Nassveredlungsbetriebe müssen vollständige Protokolle über die eingesetzten Chemikalien, den Energie- und Wasserverbrauch sowie die Abwasseraufbereitung einschließlich Klärschlammentsorgung führen. Das Abwasser aller Nassveredlungsbetriebe muss in einer zweckdienlichen Abwasserkläranlage aufbereitet werden.
  11. Das Verpackungsmaterial darf kein PVC enthalten. Alle aus Papier oder Pappe bestehenden Verpackungsmaterialien, Hängeetiketten, Banderolen, etc. müssen entweder gemäß FSC oder PEFC zertifiziert oder recycelt sein.

Kriterien für technische Qualität und Humantoxizität

  1. Technischen Qualitätsanforderungen, wie z.B. Reib-, Schweiß-, Licht- und Waschechtheit sowie Einlaufwerte müssen erfüllt werden.
  2. Rohstoffe, Zwischenprodukte, fertige Textilprodukte sowie Zutaten und Accessoires müssen strenge Grenzwerte im Hinblick auf unerwünschte Rückstände einhalten.

Ein Unternehmen, das am GOTS-Zertifizierungsverfahren teilnimmt, muss ausnahmslos alle Kriterien des Standards erfüllen. Nach dem Motto "doppelt hält besser" stützt sich GOTS auf ein duales System aus Inspektionen vor Ort und Rückstandsanalysen, um die lückenlose Einhaltung der Kriterien sicherzustellen.

Soziale Mindestkriterien

Alle Verarbeiter und Hersteller müssen soziale Mindestkriterien auf der Grundlage der Kernnormen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO) erfüllen. Sie müssen in diesem Zusammenhang über ein Soziales Managementsystem verfügen, das die Einhaltung der sozialen Kriterien sicherstellt. Die nachfolgend aufgeführten Übereinkommen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO)dienen als Grundlage für die angemessene Umsetzung und Beurteilung der jeweiligen Sozialkriterien.

  1. Freie Wahl der Beschäftigung
  2. Vereinigungsfreiheit und Recht auf Kollektivverhandlungen werden geachtet
  3. Die Arbeitsbedingungen sind sicher und hygienisch
  4. Verbot von Kinderarbeit
  5. Mindestlohn
  6. Keine übermäßige Arbeitszeit
  7. Keine Diskriminierung
  8. Reguläre Beschäftigung
  9. Verbot von grober oder inhumaner Behandlung

Zertifizierung der gesamten Textilkette

  1. Faserproduzenten (Farmer) müssen gemäß einem anerkannten internationalen oder nationalen Standards für ökologische Landwirtschaft zertifiziert sein.
  2. Die Zertifizierer der Faserproduzenten müssen international gemäß ISO 65/17065, NOP und/oder IFOAM-Akkreditierung anerkannt sein. Sie müssen über eine Zulassung verfügen, für den betreffenden Anbaustandard Zertifizierungen durchführen zu dürfen.
  3. Betriebe, die in der Texilverarbeitungskette - angefangen vom Nachernteverfahren bis zur Konfektion -  tätig sind und Großhändler (d.h. im 'business to business' Bereich tätige Händler) müssen sich einem jährlichen Inspektionszyklus unterziehen sowie über ein gültiges GOTS-Betriebszertifikat verfügen, das die relevanten Produktions- und Handelsschritte der zu zertifizierenden Textilien abdeckt.
  4. Die Zertifizierer aller Verarbeitungsbetriebe und Händler müssen gemäß ISO 65/17065 international akkreditiert sein und über eine „GOTS-Akkreditierung" auf Basis der GOTS-Bestimmung  „Zulassungsverfahren und -anforderungen für Zertifizierungsstellen" verfügen.

Quelle und weitere Informationen: http://www.global-standard.org/de/

Die Anzahl der GOTS zertifizierten Unternehmen nimmt zu. Allerdings gehen viele Label auch den Weg, dass sie mit GOTS zertifizierten Rohstoffen und Vorlieferanten zu arbeiten. Ursache dafür sind wohl eher ökonomische statt ökologische Gründe. Trägt das Unternehmen dann selbst nicht das GOTS Siegel, ist es auch von der Pflicht wie beispielsweise Rückstandsanalysen ausgenommen. Das denken wir sollte zumindest einmal erwähnt werden.

IVN

Dieser vor allem im europäischen Raum bekannte Standard liegt weit über der Gesetzgebung der europäischen Union. Er ist derzeit der Standard mit den höchsten Ansprüchen an textile Ökologie und zeigt das im Augenblick maximale, realisierbare Niveau auf. BEST spiegelt seit 2000 die vom Internationalen Verband der Naturtextilwirtschaft e. V. (IVN) entworfenen Richtlinien für Naturtextilien wider und bildet die gesamte textile Produktionskette ab, in ökologischer und sozialverantwortlicher Hinsicht. Bewusst wird hierbei eine eingeschränkte Palette an Qualitäten und Produkten in Kauf genommen.

Die Grundlage für Textilien aller Art bilden zunächst einmal die Fasern aus denen sie hergestellt sind. Deshalb legt das Qualitätszeichen BEST besonderes Augenmerk darauf. Bei BEST muss die Fläche einer Textilie (also das eigentliche Gewebe oder Gestrick ohne Zutaten wie Reißverschlüsse, Bündchen, Einlagen, Futter, Knöpfe etc.) zu 100% aus Naturfasern bestehen, die aus kontrolliert biologischem Anbau (kbA) oder kontrolliert biologischer Tierhaltung (kbT) stammen. Synthetische Fasern, wie z. B. Elasthan, Polyacryl oder Viskose dürfen nur zu höchstens 5% bei Zutaten oder in Ausnahmefällen bei elastischen Stoffen eingesetzt werden, wie beispielsweise bei Bündchen oder Spitze. Synthetische Fasern bieten zwar einige Vorteile, wie z. B. Elastizität bei Wäsche und Strumpfwaren, sie sind vom ökologischen Standpunkt her aber nicht akzeptabel, da sie nur unter einem hohen Energieaufwand und unter Verwendung nicht erneuerbarer Rohstoffe hergestellt werden können. Auch der Anbau von Naturfasern kann Umweltschäden verursachen. Baumwolle beispielsweise führt durch den hohen Einsatz von Pestiziden und einem hohen Wasserverbrauch zu signifikanten Schäden der Umwelt. Dies ist allerdings hauptsächlich im konventionellen Faseranbau der Fall, da bei zertifizierten Biofasern keine synthetischen Dünge- oder Pflanzenschutzmittel eingesetzt werden dürfen. Auch die hochgiftigen Entlaubungsmittel, die bei Baumwollanbau eingesetzt werden, sind tabu, denn die Baumwolle wird von Hand gepflückt. Bei der Produktion von tierischen Fasern wie Wolle und Seide gelten ebenfalls hohe Ansprüche: keine synthetischen Pestizid-Bäder bei Schafen, artgerechte Tierhaltung und Bio-Futter.

Wenn die Faser erst gewonnen wurde, muss sie noch viele Schritte bis zum fertigen Textil durchlaufen: zum Beispiel Spinnen, Färben, Weben, Stricken, Ausrüsten, Zuschneiden oder Nähen.

Leder und Textilien, die zu Bekleidung verarbeitet werden, waren immer schon ein wichtiger Aspekt in unserer Gesellschaft. Sie sind wirtschaftliche Faktoren, sie sind Ausdrucksmittel und tragen zu unserem Wohlbefinden bei. Sie können aber auch krank machen, die Umwelt belasten oder bei Menschen, die sie herstellen, zur Verminderung der Lebensqualität führen.

Aus diesen Gründen geben mehr und mehr Menschen Naturtextilien oder Naturlederwaren den Vorzug. Um zu definieren, was man unter „Natur“ in Zusammenhang mit Textilien und Leder versteht und um Verbrauchern auf einen Blick vermitteln zu können, wann er ein ökologisches, sozialverträgliches und hochwertiges Produkt in der Hand hält, gibt es die beiden Qualitätszeichen des IVN, „NATURTEXTIL IVN ZERTIFIZIERT BEST“ und „NATURLEDER IVN ZERTIFIZIERT sowie den „Global Organic Textile Standard“.

Quelle und weitere Informationen: http://www.naturtextil.de/ 

 

Fairtrade

Fairtrade hat das Ziel, das Ungleichgewicht im weltweiten Handel abzubauen, indem Bauern und Arbeiter gestärkt werden. Als Werkzeuge für diese Veränderung dienen die Fairtrade-Standards. Sie bilden den Rahmen für die soziale, ökologische und ökonomische Entwicklung der Produzentenorganisationen und schreiben die Zahlung von stabilen Preise und einer zusätzlichen Prämie für Gemeinschaftsprojekte vor.

Wofür steht das Fairtrade-Siegel?

Mit dem Kauf von Produkten mit dem Fairtrade-Siegel leisten Sie einen konkreten Beitrag zur Stärkung von Bauern und Beschäftigten auf Plantagen. Das unabhängig kontrollierte Fairtrade-Siegel bedeutet, dass die verwendeten Fairtrade-Rohstoffe  von Produzentenorganisationen stammen, die die sozialen, ökonomischen und ökologischen Standards einhalten. Nur Produkte, die den Anforderungen der internationalen Fairtrade-Standards entsprechen, dürfen das Fairtrade-Siegel tragen. 

Wichtige Bestandteile der Fairtrade-Standards:

  1. Ein fester Mindestpreis, der die Kosten einer nachhaltigen Produktion deckt
  2. Eine Fairtrade-Prämie, die von den Bauern-Kooperativen dafür verwendet werden muss Projekte zu finanzieren, die der Gemeinschaft zu Gute kommen: wie zum Beispiel den Bau einer Schule, einer Krankenstation oder auch Investitionen in die lokale Infrastruktur
  3. Das Verbot von Zwangsarbeit und ausbeuterische Kinderarbeit
  4. Diskriminierungs-Verbot
  5. Ein Aufschlag für biologisch angebaute Produkte
  6. Umweltstandards, die den Gebrauch von Pestiziden und Chemikalien einschränken und gentechnisch veränderte Saaten verbieten

Fairtrade arbeitet mit benachteiligten Kleinbauern und Arbeitern im globalen Süden zusammen, deren Lebenssituation durch  gerechteren Handel gestärkt werden soll. Ziel von Fairtrade ist es, den Konsum verantwortlich zu gestalten und so die Armut im Süden weiter abzubauen.

Quelle und weitere Informationen: http://www.fairtrade.de/

 

Bioland

Bioland ist der bedeutendste Verband für ökologischen Landbau in Deutschland. 5900 Landwirte, Gärtner, Imker und Winzer wirtschaften nach den Bioland-Richtlinien. Hinzu kommen rund 1000 Partner aus Herstellung und Handel wie Bäckereien, Molkereien, Metzgereien und Gastronomie. Gemeinsam bilden sie eine Wertegemeinschaft zum Wohl von Mensch und Umwelt. 

Seit über 40 Jahren entwickeln die Bioland-Mitglieder mit ihrem Verband eine ökologisch, ökonomisch und sozial verträgliche Alternative zur intensiven, von Industrie und Fremdkapital abhängigen Landwirtschaft. Ziel der täglichen Arbeit der Bäuerinnen und Bauern ist die nachhaltige Erzeugung hochwertiger und gesunder Lebensmittel. Wirtschaften im Einklang mit der Natur, Förderung der Artenvielfalt sowie aktiver Klima- und Umweltschutz sichern unsere Lebensgrundlagen und erhalten eine vielfältige Kulturlandschaft. Denn Biolandbau heißt: An die Zukunft denken. Wichtige Eckpfeiler sind dabei die Sieben Bioland-Prinzipien für die Landwirtschaft der Zukunft.

Wer sich für Bioland entscheidet, sagt gleichzeitig nein zu Gentechnik, Massentierhaltung, chemisch-synthetischen Düngern und Pestiziden. Denn die Bioland-Bäuerinnen und Bauern und ihre Partner aus Lebensmittelhandwerk und -herstellung wirtschaften nach strengen Richtlinien. Diese gehen weit über den gesetzlichen Mindeststandard für Bio-Lebensmittel hinaus.

Für Bioland-Mitglieder gelten spezielle Richtlinien für die verschiedenen Produktgruppen wie Brot und Backwaren, Molkereiprodukte, Getreideerzeugnisse, Fleisch und Fleischerzeugnisse. Diese strengen Vorgaben zur Herstellung von Bioland-Produkten garantieren die schonende Verarbeitung hochwertiger Rohstoffe zu qualitativ wertvollen Lebensmitteln.

Quelle und weitere Informationen: http://www.bioland.de/

 

demeter

Demeter Betriebe arbeiten biologisch-dynamisch, d. h. sie arbeiten auf der Grundlage anthroposophischer und wissenschaftlicher Menschen- und Naturerkenntnis. Die Erde verstehen sie als lebendigen Organismus geistigen Ursprungs. Auch den Betrieb sehen sie als einen lebenden Organismus, der eine Art Individualität ausprägen kann. Den Böden und Pflanzen werden durch die Anwendung von biologisch-dynamischen Präparaten aus Heilpflanzen, Kiesel und Kuhdung Lebenskräfte vermittelt. Dies wirkt sich in den erzeugten Lebensmitteln positiv aus. Es entsteht eine Art höhere Ordnung in diesen Lebensmitteln, die dadurch besser geeignet sind Leib, Seele und Geist des Menschen zu ernähren. Deshalb nennen wir sie auch Lebensmittel mit Charakter.

Die Richtlinien sind eine Vereinbarung über die Mindestanforderungen, die ein biologisch-dynamisch wirtschaftender Betrieb erfüllen muss, um seine Demeter Anerkennung zu erhalten. Jährlich werden die Demeter Betriebe zusätzlich zur Bio-Kontrolle auf die Einhaltung der Demeter Richtlinien überprüft. Außerdem findet bei Erzeugerbetrieben mindestens einmal pro Jahr verbindlich ein Betriebsentwicklungsgespräch unter Kollegen statt. Dabei wird einerseits auf positive Entwicklungen und Chancen, andererseits auf Problembereiche geschaut und Lösungsansätze entwickelt. Demeter-Vertragspartner erhalten dann ihre Demeter Anerkennung, d.h. die Berechtigung ihre Erzeugnisse und Produkte mit dem Markenzeichen Demeter zu vermarkten. Auf den etwa 1400 Demeter Erzeugungsbetrieben entstehen die unterschiedlichsten Erzeugnisse und Produkte. Jeder Betrieb hat seine standortbedingten Eigenheiten und erzeugt individuelle Spezialitäten. Bei aller Vielfalt der Produkte gilt aber für alle gleichermaßen, dass sie nach denselben Grundlagen erzeugt bzw. hergestellt werden, weltweit. Die Richtlinien garantieren Ihnen als Verbraucherinnen und Verbraucher, dass mit Demeter gekennzeichnete Lebensmittel im besten Sinne des Wortes „Lebens-Mittel“ sind und dass sie enthalten was drauf steht.

Quelle und weitere Informationen: http://www.demeter.de/

DE Bio Siegel / EU Bio Richtlinie

Im Jahr 2001 wurde das staatliche Bio-Siegel ins Leben gerufen. Mit dem Bio-Siegel können Produkte und Lebensmittel gekennzeichnet werden, die nach den EU-Rechtsvorschriften für den ökologischen Landbau produziert und kontrolliert wurden. Diese EU-weit gültigen Rechtsvorschriften garantieren einheitliche Mindeststandards für den ökologischen Landbau. Das Bio-Siegel steht somit für eine ökologische Produktion und artgerechte Tierhaltung.

Der Öko-Landbau ...

  1. verzichtet grundsätzlich auf chemischsynthetische Pflanzenschutzmittel
  2. verzichtet auf mineralischen Stickstoffdünger
  3. steht für artgerechte Tierhaltung
  4. schützt Boden, Wasser und Luft
  5. hilft, die Artenvielfalt zu erhalten
  6. vermindert den Energieverbrauch und schont Rohstoffreserven
  7. strebt eine Kreislaufwirtschaft mit möglichst geschlossenen Nährstoffzyklen an
  8. bietet Sicherheit durch unabhängige regelmäßige Kontrollen zur Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben
  9. schafft Transparenz bei der Erzeugung und Herstellung von Bio- Lebensmitteln
  10. verzichtet auf Gentechnik
  11. Bio-Bauern wirtschaften in einem weitgehend geschlossenen Betriebskreislauf, der die natürlichen Lebensprozesse fördert
  12. Die Tiere werden mit ökologischem Futter gefüttert. Futtermittel werden vorzugsweise selbst erzeugt. Die Tiere haben Auslauf. Pflanzenschutz konzentriert sich auf vorbeugende Maßnahmen, schnell lösliche Mineraldünger werden nicht verwendet

Quelle und weitere Informationen: https://www.oekolandbau.de

FSC (zu deutsch ungefähr: Wald Verantwortung Rat)

Der Forest Stewardship Council (FSC) hat Kriterien und Prinzipien für eine verantwortungsvolle Forstwirtschaft definiert. Nach diesen vergibt er für bewirtschaftete Wälder und Produkte ein Gütesiegel. Der Forest Stewardship Council (FSC) ist eine internationale Non-Profit Organisation, die eine umweltgerechte, sozial verträgliche und ökonomisch sinnvolle Bewirtschaftung der Wälder dieser Welt fördert. Wald soll als Ökosystem gesichert und trotzdem eine langfristige Nutzung von Holz sichergestellt werden. Arbeiten im Wald sollen sicher und fair durchgeführt werden. Als Marketing-Instrument soll das FSC-Siegel Waldbesitzern hierzu einen Anreiz liefern. Zugleich soll Betrieben der Forst- und Holzwirtschaft ermöglicht werden, ihre ökologische und soziale Verantwortung für den Erhalt der Wälder gegenüber der Öffentlichkeit und den Verbrauchern von Holzprodukten glaubhaft zu vermitteln. Umgekehrt erlauben FSC-zertifizierte Produkte den Verbrauchern, ihre ökologische und soziale Verantwortung in ihrer Kaufentscheidung auszudrücken.

Der FSC hat strukturiert sich nach folgenden Prinzipien:

Prinzip 1: Einhaltung der Forstgesetze sowie der FSC-Prinzipien
Prinzip 2: Langfristige Besitzansprüche und Nutzungsrechte an Land- und Forstressourcen sollen klar definiert, dokumentiert und rechtlich verankert sein.
Prinzip 3: Wahrung der Rechte indigener Völker
Prinzip 4: Die Waldbewirtschaftung soll das soziale und ökonomische Wohlergehen der im Wald Beschäftigten und der lokalen Bevölkerung langfristig erhalten oder vergrößern.
Prinzip 5: Ökonomische Effizienz und Produktvielfalt
Prinzip 6: Gewährleistung von Biodiversität, Schutzfunktionen des Waldes und Landschaftsschutz
Prinzip 7: Erstellung und Umsetzung eines Bewirtschaftungsplanes
Prinzip 8: Kontrolle durch angemessene Dokumentation und Bewertung der Nachhaltigkeit
Prinzip 9: Erhaltung von Wäldern mit hohem Schutzwert
Prinzip 10: Plantagen können als Ergänzung zu naturnaheren Bewirtschaftungsformen soziale und ökonomische Vorteile liefern und den Druck auf Naturwäldermindern.

HIerbei unterscheidet man die FSC Gütesiegel weiterhin:

FSC 100:

Das 100% Label steht für Produkte, die 100% Material aus FSC-zertifizierten Wäldern enthalten. Dieses Label kommt aus produktionstechnischen Gründen bei Papier/Pappe/Karton und Holzwerkstoffen sehr selten vor.

FSC Mix Label

Bei der Produktion  wurden sowohl Materialien aus FSC-zertifizierten Wäldern und/oder Recyclingmaterial als auch Material aus kontrollierten Quellen verwendet. FSC-zertifiziertes oder Post-Consumer-Recycling Material wird dabei entweder zu mindestens 70% eingesetzt oder es wird eine mindestens äquivalente Menge im Produktionsprozess verwendet, um die gekennzeichneten Waren herzustellen.

FSC Recycling

Das Recycling-Label steht für Produkte, die ausschließlich Recyclingmaterial beinhalten.

 

Quelle:http://www.fsc-deutschland.de/

PEFC

PEFC ist ein transparentes und unabhängiges System zur Sicherstellung einer nachhaltigen Waldbewirtschaftung und damit ein weltweiter "Wald-TÜV". PEFC ist die Abkürzung für die englische Bezeichnung "Programme for the Endorsement of Forest Certification Schemes", also ein "Programm für die Anerkennung von Forstzertifizierungssystemen".

Waldzertifizierung nach den Standards von PEFC basiert auf den sehr strengen Richtlinien für die nachhaltige Bewirtschaftung von Wäldern. Diese Bewirtschaftung wird durch kompetente und unabhängige Organisationen kontrolliert. Trägt ein Produkt aus Holz das PEFC-Siegel, dann heißt das: Die gesamte Produktherstellung - vom Rohstoff bis zum gebrauchsfertigen Endprodukt - ist zertifiziert und wird durch unabhängige Gutachter kontrolliert.

In Deutschland sind 7,3 Millionen Hektar Wald PEFC-zertifiziert. Das entspricht rund zwei Dritteln der deutschen Wälder! Damit ist PEFC in Deutschland die größte unabhängige Institution für die Sicherung nachhaltiger Waldbewirtschaftung - und gleichzeitig die bedeutendste Waldschutzorganisation. Darüber hinaus hat sich PEFC erfolgreich zu einer globalen Organisation entwickelt. Heute werden auf der ganzen Welt bereits mehr als 265 Millionen Hektar Wald nach den Standards von PEFC bewirtschaftet. Hunderttausende von Forstbetrieben gehören dazu.

Themen des PEFC sind:

1. Forstliche Ressourcen

2. Gesundheit und Vitalität des Waldes

3. Produktionsfunktion der Wälder

4. Biologische Vielfalt in Waldökosystemen

5. Schutzfunktionen der Wälder

6. Sozio-ökonomische Funktionen der Wälder

mehr infos unter https://pefc.de/fur-waldbesitzer/waldstandard

Quelle: https://pefc.de

 

Made in Germany 

Bei „Made in Germany“ gehen wir davon aus, dass faire Bedingungen herrschen. Dies wird durch die hohen sozialen deutschen Standards und entsprechenden Gesetze wie beispielswiese auch die Einführung des Mindestlohns gewährleistet.

Made in EU

Die Hauptverarbeitung des Produktes liegt hier in der Europäischen Union. "Made in EU" zeigt neben der regionalen Zuordnung auch auf Maßnahmen in der EU Sozialpolitik. In den Bereichen Arbeitssicherheit, soziales Arbeitsrecht, Sozialversicherungswesen, Bekämpfung von Ausgrenzungen und sozialen Dialogen gibt es Mindeststandards.